Archiv für den Monat: Juli 2015

Lisa Graf-Riemann: Madame Merckx trinkt keinen Wein – Ein Südfrankreich-Krimi (Rezension)

Eine Krimi-Rezension

Die Handlung

Cover des Kriminalromans „Madame Mercks trinkt keinen Wein“

Cover: Madame Mercks trinkt keinen Wein © Emons Verlag GmbH, 2015

Ein kleines Bergdorf im südfranzösischen Languedoc. Ein Jagdunfall, kurze Zeit später wird ein Dorfbewohner tot aufgefunden. Ein Fall von Herzversagen? Der junge Landarzt Daniel Michelet hat Zweifel und lässt die Leiche im pathologischen Institut von Béziers obduzieren.

Dorfpolizist Marcel sorgt sich umso mehr um seine Teilnahme am New-York-Marathon. Schließlich muss er nun, statt zu trainieren, zwischen dem – zur Aufklärung des Falles aus der Stadt herbeizitierten – schnöseligen Kriminalkommissar Raymond Riquet und den eigensinnigen Dorfbewohnern vermitteln.

Mado, die Witwe des verstorbenen Griesgrams Jean Vidal, gerät unter Mordverdacht. Doch die drei Frauen Arlette, Giselle und Isa halten zu ihrer Freundin und machen sich selbst auf die Suche nach dem Mörder …

Die Bewertung

Schon nach der ersten Seite bin ich selbst mittendrin im Geschehen. Die Beschreibung der Landschaft und ihrer Bewohner erzeugen sofort Bilder in meinem Kopf. Sorgfältig und liebevoll hat Lisa Graf-Riemann die einzelnen Protagonisten geschaffen, jede Person in der Handlung bringt ihre eigene Geschichte mit.

„Madame Merckx trinkt keinen Wein“ ist ein Roman, der Lust auf Südfrankreich macht, man möchte Land und Leute direkt kennenlernen – und nicht zu vergessen, das vorzügliche Essen! Als besonderes Bonbon verrät die Autorin am Ende des Buches, wie die im Roman erwähnten Gerichte zubereitet werden.

Alles in allem ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle! Ein wahrer Augenschmaus.

Lisa Graf-Riemann: Madame Merckx trinkt keinen Wein, Emons Verlag, Köln, 2015.

Wenn Text und Bild einfach nicht zusammenpassen

Ein Fall für die Orthogräfin #8: „Ihr Friseur für die ganze Familie“ – Oder: Wenn Text und Bild einfach nicht zusammenpassen

Dieses Foto zeigt ein Beispiel, wenn Bild und Text nicht zusammenpassen.

Gesehen in Stuttgart: „Ihr Friseur für die ganze Familie“, Foto: Katja Rosenbohm

Welches Bild haben Sie vor Augen, wenn Sie Folgendes lesen: „Ihr Friseur für die ganze Familie“? Vermutlich kommen Ihnen spontan eine Frau, ein Mann und ein Kind (oder auch zwei Kinder) in den Sinn. Vielleicht sieht die Familie, an die Sie gerade dachten, auch ganz anders aus.

Unabhängig davon, wie „Ihre Familie“ konkret aussieht, steht fest, dass eine Familie aus mehr als einer Person besteht, stimmts?

Ein Auftrag für die Bildredaktion

Abbildungen verdeutlichen die Aussagen eines Textes und lockern ihn optisch auf. Deshalb lohnt es sich, Abbildungen sorgfältig auszuwählen und dafür einiges an Zeit und Mühe zu investieren. In Verlagen und Agenturen übernehmen oft Bildredakteure diese Aufgabe. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob das von Ihnen ausgewählte Bild – ein Foto, eine Grafik oder Illustration – zu Ihrem Text passt, dann wenden Sie sich vertrauensvoll an einen Profi.

PS: Im vorliegenden Fall kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass es sich bei der abgebildeten Person um den Friseur selbst handelt.