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Der Name ist Programm

Stilblüten des Alltags #4 „Zahnarzt Dr. Putze“ – Oder: Der Name ist Programm

Vor einiger Zeit schrieb ich hier etwas darüber, dass man sich seinen Namen nicht aussuchen kann, es sei denn, es handelt sich dabei um den Namen seines Unternehmens. Im umgekehrten Fall: Wenn heute der Name zur beruflichen Tätigkeit passt, ist dies eher ungewöhnlich – im Gegensatz zum Mittelalter, in dem die weit verbreiteten Berufe der Namensbildung dienten. Und wenn sich zufällig Nachname und Beruf so putzig ergänzen wie in diesem Fall, dann ist es eine Erwähnung wert.

Anhand dieses Beispiels wird gezeigt: Der Name ist Programm.

Gesehen in Stuttgart: „Der Name ist Programm: Zahnarzt Dr. Putze“, Foto: Katja Rosenbohm

Und was machen Sie so beruflich?

Angestoßen durch Wibke Ladwigs Blogparade http://www.sinnundverstand.net/2013/02/05/blogparade-neue-berufsbilder/  zur Frage „Und was machen Sie so beruflich?“ ist dieser Beitrag entstanden …

Bereits während des Studiums hörte ich als angehende Geisteswissenschaftlerin häufiger die Frage, was man denn damit beruflich anfangen könne. Und später, nach dem Studium, als eine Sachbearbeiterin der Agentur für Arbeit meine Studienfächer aufnahm, bekam ich folgende Frage gestellt: „Ähm, Politikwissenschaft …? Ach, Sie sind Politikerin?“

Büchermenschen im weitesten Sinne wissen, was alles zum Arbeitsalltag einer Lektorin gehört. Außerhalb der Bücherwelt sieht das schon ganz anders aus … Fragen wie „Ach, Sie sind Lektorin …? Und was macht man da so …?“ kenne ich zuhauf. Vor kurzem telefonierte ich mit einer sympathischen Dame in einem Callcenter, die mir eben genau diese Fragen stellte und nach einer kurzen Denkpause selbst damit antwortete, sie wisse jetzt Bescheid, sie habe ja Shades of Grey gelesen.

Menschen außerhalb der Verlagswelt erzähle ich in der Regel, dass ich was mit Büchern mache. Neuerdings füge ich dann noch hinzu, dass ich auch noch was mit Marketing mache, Webseiten, Facebook und so.